Pressemeldungen

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02.09.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Kaiserstuhl

Badische Zeitung Preisgekrönter Spätburgunder aus Oberbergen
Auszeichnung vom DWI.


VOGTSBURG-OBERBERGEN. Erstmals hat das Deutsche Weininstitut (DWI) im Rahmen der Bundesweinprämierung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die besten Spätburgunder ausgezeichnet. Auf dem dritten Platz landete die 2007er Spätburgunder Auslese trocken der Winzergenossenschaft Oberbergen.

Den ersten Preis erreichte das Pfälzer Wein- und Sektgut Wilhelmshof aus Siebeldingen für seinen 2007er Spätburgunder "Wilhelm", den zweiten Rang belegte das Weingut Villa Heynburg aus Kappelrodeck mit einem 2008er Spätburgunder trocken.

Eine Jury aus Weinexperten und Medienvertretern hat die Siegerweine aus den Spätburgundern mit den besten Bewertungen des DLG-Wettbewerbs gekürt. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 618 Spätburgunder an der Bundesweinprämierung teil. Die Urkunden wurden am Dienstag durch die Deutsche Weinprinzessin Christl Schäfer und DWI-Geschäftsführerin Monika Reule überreicht. Reule betonte bei der Preisverleihung, dass sie auch gute Chancen für einen erfolgreichen Export dieser Premiumrotweinsorte auf vielen Auslandsmärkten sehe: "Zunehmende Erfolge auf internationalen und nationalen Weinwettbewerben der letzten Jahre belegen sehr eindrucksvoll die Konkurrenzfähigkeit deutscher Spätburgunder mit denen aus anderen Provenienzen. Sie beweisen gleichzeitig, dass sich das Niveau und die Qualität deutscher Spätburgunder in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben", so die DWI-Chefin.


Streben nach Qualität zahlt sich aus

Den Grund dafür sieht sie zum einen in den hervorragenden klimatischen Bedingungen, die in den letzten Jahren für die Produktion fruchtbetonter, hochwertiger Spätburgunder geradezu ideal gewesen seien, zum anderen aber auch im Qualitätsstreben und in der hervorragenden Ausbildung der international geschulten nachwachsenden Winzergeneration.

Der Spätburgunder gehört ebenso wie der Riesling zu den sogenannten "Cool Climate" Rebsorten. In den vergleichsweise kühleren Klimazonen der deutschen Weinregionen reifen die Trauben langsamer und länger heran. Dies führt zu einer harmonischen Ausgewogenheit von Fruchtsäure, weichen Tanninen und sortentypischen Aromen, was den besonderen Charakter des deutschen Spätburgunders ausmacht.


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30.07.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Vogtsburg

Badische Zeitung Musik und edle Tropfen
Sommerfest der WG Oberbergen war gut besucht / Erlebnis-Kellerführung für die kleinen Gäste.


VOGTSBURG-OBERBERGEN. Sehr zufrieden war Erwin Vogel von der Vereinsgemeinschaft mit der Resonanz auf das Sommerfest der Oberbergener Winzergenossenschaft.
Insbesondere am Sonntag kamen viele Besucher, musikalisch wurden sie von der Oberbergener Winzerkapelle unter der Leitung von Christoph Karle und den Glottertäler Musikanten unterhalten.

Rolf Hofschneider, Geschäftsführer der WG-Oberbergen, dankte den Musikkapellen, den Vereinen, die den Tag des offenen Winzerkellers mitgestaltet hatten, und besonders den Winzern, die dazu beigetragen hatten, dass die Weine der WG Oberbergen im Wettbewerb der Fachzeitschrift unter 88 Genossenschaften den ersten Platz belegen. "Darauf dürfen wir alle stolz sein", betonte Hofschneider.
Festbesucher durften auch den neuen Sommerwein verkosten

Neben den Kellerführungen mit Weinprobe für Erwachsene gab es am Samstag- und am Sonntagnachmittag je eine Erlebnis-Kellerführung für Kinder. Kellermeister Thomas Knab verstand es, die kleinen Besucher mit seinen kindgerechten Erklärungen in den Bann zu ziehen. Besonderen Spaß machte es den Kleinen,in ein großes Fass zu schlüpfen und Weinstein einzusammeln. Ihren Fund durften sie dann einem Tütchen mit nach Hause nehmen. Zu guter Letzt wurden den Kindern Traubensaft eingeschenkt.

Schupp stellte im Rahmen des Sommerfests den neu kreierten Sommerwein "2009 Oberbergener 9,5° Edition verde" vor, ein Weißwein mit wenig Alkohol. Der Wein sei fruchtbetont und liege ganz im derzeitigen Trend, betonte der Kellermeister. Die Trauben für diese Weinspezialität wurden zu Beginn der Lese separat geerntet. Die kühle Gärung bewirkte, dass die Gärkohlensäuere und die fruchtigen Komponenten gut eingebunden wurden. Der Wein passe gut zu Salaten, leichten Gerichten und sei ein idealer Begleiter auf jeder Grillparty, erläuterte Schupp.
Autor: Herbert Trogus


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23.07.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Kaiserstuhl

Badische Zeitung Oberbergen beste badische Genossenschaft
Test des Meiningerverlags.


VOGTSBURG/KAISERSTUHL (gz). Der Meiningerverlag hat von 88 deutschen Winzergenossenschaften je 6 Weine getestet und das Ergebnis jetzt in der Fachzeitschrift Weinwirtschaft veröffentlicht. Unter den badischen Genossenschaften belegte die WG Oberbergen dabei den ersten Platz.
Generell schneiden die Kaiserstühler Winzergenossenschaften im badischen Vergleich sehr gut ab. Denn bei den "Top 5" in Baden folgen hinter Oberbergen auf den Plätzen 2 bis 5 die WG Jechtingen, die WG Wasenweiler, der Weinkeller Ehrenkirchen (Markgräflerland) und die WG Sasbach.

88 Genossenschaften hatten insgesamt 528 Proben eingereicht. Zu den 5 besten badischen Weinen des Tests gehören nach Ansicht der Jury ein 2007er Sasbacher Cabernet Sauvignon trocken Barrique, ein 2009er Burkheimer Muskateller halbtrocken, ein 2009er Oberbergener Muskateller Kabinett und ein 2008er Kiechlinsberger Grauer Burgunder.


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08.07.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Kaiserstuhl

Badische Zeitung "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen"
Die neue Badische Weinprinzessin Rebecca Gut wurde in ihrem Heimatort Oberbergen herzlich empfangen / Viele Glückwünsche.


VOGSTBURG-OBERBERGEN / BREISACH. Rebecca Gut hat der deutschen Nationalelf eines voraus. Für die Oberbergenerin ist ein Sommermärchen wahr geworden, sie wurde jüngst zur Badischen Weinprinzessin gekürt (die BZ berichtete). Dass die Freude darüber nicht nur in ihrem Heimatdorf riesengroß ist, zeigte ein feierlicher Empfang am Dienstagabend. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Weinbau und Politik kamen an den Kaiserstuhl, um der Weinprinzessin ihre Aufwartung zu machen.
Mit einem sympathischen Lächeln auf den Lippen nahm Rebecca Gut im lilafarbenen Kostüm und mit ihrem Krönchen auf dem Haupt die zahlreichen Glückwünsche entgegen. Flankiert von der Badischen Weinkönigin Marion Meyer und der Badischen Weinprinzessin Sarah Kappeler ging es zunächst ins Oberbergener Rathaus. Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer und Oberbergens Ortsvorsteher Friedrich Schill hatten dort das Goldene Buch der Stadt zum Eintrag vorbereitet.

"Es ist immer ein freudiges Ereignis, wenn in der größten Weinbaugemeinde Baden-Württembergs Weinhoheiten empfangen werden", freute sich Schweizer. "Kaiserstuhl und Tuniberg treffen sich nun im Dreigestirn", scherzte er. Denn alle drei badischen Weinhoheiten repräsentierten schon als Prinzessinen die Bereiche Kaiserstuhl und Tuniberg.

Vor dem Rathaus wurden Badens Weinadel und die Ehrengäste von zahlreichen Oberbergenern, der örtlichen Winzerkapelle und dem Männergesangverein erwartet. Die Winzerkapelle marschierte voraus und geleitete den Tross mit Musik zur örtlichen Winzergenossenschaft. Im Genussatelier der Genossenschaft durfte Rebecca Gut neben Glückwünschen auch zahlreiche Blumen und Präsente entgegen nehmen.

Mit einem bunten Strauß verschiedener Weinlieder ? beispielsweise wurde das Kaiserstuhl-Heimatlied oder "Im Weinkeller" gesungen ? gratulierte der Männergesangverein mit seinem Dirigenten Max Gut. Und von der Feuerwehr gibt es demnächst noch ein Bäumchen.

Schweizer wünschte Rebecca Gut, dass sie nicht nur eine "gute Botschafterin des badischen Weins ist", sondern dass sie dabei auch alle gesteckten Ziele erreicht. "Der Wein ist für uns alle eine Grundlage, auf der wir arbeiten, und eine Grundlage, die dafür sorgt, dass die Landschaft eine gute Zukunft hat", machte der Rathauschef deutlich.
Den Kaiserstuhl in den Blickpunkt gerückt

Besonders groß ist die Freude im Winzerort, weil Rebecca Gut die erste Badische Weinprinzessin ist, die aus Oberbergen kommt. "Wir sind stolz, eine badische Weinhoheit zu haben", freute sich Friedrich Schill, Vorstandsvorsitzender der örtlichen WG, der eine "reichhaltige Lebenserfahrung" durch das Amt wünschte.

Nicht nur Kolleginnen, sondern auch gute Freundinnen hätten sich gefunden, war sich Badens Weinkönigin Marion Meyer sicher. Sie berichtete, dass die drei neuen Weinhoheiten im Laufe des Tages bereits ein Marathonshooting hinter sich gebracht hätten. Besonders durch Sachverstand und Fachwissen zeichne sich Rebecca Gut aus und hätte sie selbst nicht dieses Jahr kandidiert, wäre auch sie Badische Weinkönigin geworden, war sich Meyer sicher.

"Der ganze badische Weinbau freut sich mit Dir", betonte Badens Weinbaupräsident Kilian Schneider. Rebecca Gut sei ein besonderes Gewächs, das für den badischen Wein stehe und das es geschafft habe, den "Kaiserstuhl wieder einmal in den Blickpunkt zu rücken".

"Unser Herz schlägt am Kaiserstuhl, trotzdem ist es unsere Aufgabe, dem badischen Wein zu dienen", sagte Schneider. Der Weinbau lebe von Menschen, die sich über das Normale engagieren.

"Sie dürfen das schönste Land regieren ? unser Badnerland", freute sich Oliver Rein. Scherzend dankte das Breisacher Stadtoberhaupt seinem Vogtsburger Amtskollegen, dass er ihm so gute Mitarbeiter ins Rathaus nach Breisach schicke. Rein sicherte Rebecca Gut ? sie arbeitet bei der Breisacher Stadtverwaltung ? zu, dass gemeinsam mit Personalchef Harald Bitzenhofer eine gute Lösung für ihre Amtszeit gefunden wird. Das größte Geschenk zur Krönung hatte Franz-Xaver Grünwald dabei. Der Chef des Freiburger Autohauses Gehlert stellt seit 17 Jahren den badischen Weinhoheiten kostenlos für ein Jahr Dienstwagen zur Verfügung, so auch diesmal. Insgesamt würden die Hoheiten zweieinhalb bis drei Erdumkreisungen mit ihrem Auto hinter sich bringen, informierte er.
Spezieller Wein für die Prinzessin

Rolf Hofschneider, Sprecher der Kaiserstühler Winzergenossenschaften und Geschäftsführer in Oberbergen, versprach Rebecca Gut, dass sie sich einen Prinzessinnen-Wein herausprobieren darf.

"Mit der Wahl zur Badischen Weinprinzessin ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen", betonte Rebecca Gut. Seit sie vor vier Jahren als Bereichsweinprinzessin Kaiserstuhl und Tuniberg vertreten habe, sei der Gedanke, weiterzumachen, immer wieder gekommen. Nun freue sie sich sehr auf das bevorstehende Jahr. Besonders bedankte sie sich bei ihrer Familie und ihren vielen Helfern in der Zeit der Wahlvorbereitung.


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21.01.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Kaiserstuhl

Badische Zeitung Ein Dank für das tägliche Engagement

Friedrich Schill, Vorstandsvorsitzender der WG Oberbergen, (rechts) ehrte im Rahmen der jüngsten Generalversammlung die langjährigen Mitarbeiter Rolf Hofschneider, Karin Gut, Erwin Vogel, Helmut Baumer und Angelika Liebenstein (von links). | Foto: Bianka Pscheidl
VOGTSBURG-OBERBERGEN (bp). Im Rahmen ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung ehrte die Winzergenossenschaft Oberbergen auch fünf langjährige Mitarbeiter für ihre Treue zum Betrieb. Der Vorstandsvorsitzende Friedrich Schill erinnerte daran, dass es in der Genossenschaft wie überall Höhen und Tiefen gebe.

"Sie haben im Lauf der Jahre bestimmt einmal einen Sturm überstehen müssen, aber der bläst zugleich vieles weg und hinterlässt wieder klare Luft", lautete Schills bildhaftes Fazit.

Der Erfolg der Winzergenossenschaft hänge wesentlich vom wirtschaftlichen Arbeiten und dem täglichen Engagement ihrer Mitarbeiter ab, sagte der Vorstandsvorsitzende und dankte den Geehrten auch im Namen von Geschäftsführer Rolf Hofschneider herzlich.

Seit 20 Jahren ist Karin Gut bei der Winzergenossenschaft Oberbergen beschäftigt. Erwin Vogel blickt auf 25 Jahre Betriebszugehörigkeit zurück. Seit 30 Jahren ist Angelika Liebenstein die "gute Seele des Betriebes" und Geschäftsführer Rolf Hofschneider ist seit 40 Jahren dabei. Bereits seit 45 Jahren hält Helmut Bauer der Winzergenossenschaft Oberbergen die Treue.


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19.01.2010:
Badische Zeitung

Ausgabe Kaiserstuhl

Badische Zeitung Das Geschäftsjahr lief gut
WG Oberbergen steigert Umsatz auf 8,7 Millionen Euro

Nach einem etwas schwächeren Vorjahr blickt die WG Oberbergen auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr (1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009) zurück. Mit 2,87 Millionen Liter wurden 6 Prozent mehr Wein verkauft. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 8,7 Millionen Euro.

Gut gewirtschaftet hat die Winzergenossenschaft Oberbergen. | Foto: privat
VOGTSBURG-OBERBERGEN. Sorgen bereiten allerdings die nach wie vor knappen Vorräte. Auch der Herbst 2009 habe hervorragende Qualitäten gebracht, aber nicht die gewünschten Mengen.

"Wir brauchen Spitzenweine, damit man auf uns aufmerksam wird", betonte Geschäftsführer Rolf Hofschneider in der Jahreshauptversammlung. So sei es ein toller Erfolg, dass die Winzergenossenschaft die viel beachtete Berlinale in der Bundeshauptstadt mit einem Rotwein aus Traubenteilung beliefern dürfe. Außerdem konnte man sich in Oberbergen über zahlreiche Auszeichnungen freuen, unter anderem eine Top-10-Platzierung bei der DLG-Bundesweinprämierung. In dem auch von ausländischen Erzeugern umkämpften deutschen Markt gelte es, nachhaltig klare eigene Stärken aufzubauen. Gleichzeitig gehe kein Weg an der gemeinsamen Weinwerbung in Baden vorbei.

Der Durchschnittserlös konnte im Geschäftsjahr 2008/2009 von 2,95 auf 3,11 Euro je Liter erhöht werden. Die Kosten wurden geringfügig gesenkt und liegen laut Hofschneider unter dem Durchschnitt vergleichbarer Betriebe am Kaiserstuhl. Der gestiegene Absatz bei gleichzeitiger Verbesserung der Erlöse führte dazu, dass die Auszahlung an die 460 Mitglieder angehoben werden konnte und weiterhin im Spitzenbereich der Kaiserstühler Betriebe angesiedelt ist. "Aber wir können nur das verkaufen, was wir im Keller haben", erinnerte Hofschneider. Die Weinvorräte beliefen sich zum 30. Juni 2009 auf 2,8 Millionen Liter, was 12 Verkaufsmonaten entspricht. Bei einigen Weißweinsorten könnte der Anschluss an das nächste Jahr schwierig werden. Das aktuelle Geschäftsjahr 2009/2010 verläuft bisher auf Vorjahresniveau.

Bei den Abnehmergruppen gab es wenig Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. 39 Prozent des Weins wurden an den Fachhandel verkauft, 40 Prozent an den Lebensmittelhandel, 6 Prozent an die Gastronomie und 15 Prozent direkt an Endverbraucher. Die 0,75 Liter-Gebinde machten mit 1,8 Millionen Flaschen wiederum 62 Prozent des Umsatzes aus.
Die Vorräte im Keller sind gering
Es wurden 118 000 Viertelliterflaschen verkauft, was einer Steigerung um 5000 Flaschen entspricht. Die Sonderfüllungen wurden etwas stärker nachgefragt als im Vorjahr. Von dem erstmalig vermarkteten Cuvée "Rotweinserenade" konnten bereits 17 500 Flaschen verkauft werden. Der Sektumsatz erwies sich mit 112 000 Euro als zufriedenstellend.

Auf der geringfügig größeren Ertragsrebfläche von 338 Hektar blieb die Sortenstruktur nahezu unverändert. 35 Prozent entfallen auf Müller-Thurgau, 30 Prozent auf Spätburgunder, 22 Prozent auf Grauburgunder und 8 Prozent auf Weißburgunder. Im Herbst 2008 wurden 4 Millionen Kilogramm Trauben ( 3,2 Millionen Liter) mit durchschnittlich 85 Grad Öchsle eingelagert. Das entspricht 119 Kilogramm je Ar.

Sowohl Hofschneider als auch der Vorstandsvorsitzende Friedrich Schill bescheinigten den Winzern ein hohes Maß an Engagement und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit aller. Schill appellierte an die Mitglieder, die Traubenanlieferung künftig besser zu koordinieren. Im Herbst 2009 kam es zu Anlieferungsspitzen, für die der Betrieb nicht ausgelegt sei.

Einige Winzer forderten Vorstand und Verwaltung auf, das System der Traubengeldauszahlung zu überdenken, um stärker als bisher die Qualität des angelieferten Materials zu honorieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Kilian Schneider nannte es sehr erfreulich, wie schnell die WG Oberbergen trotz Wirtschaftskrise zu alter Stärke zurückgefunden habe. Die allgemeine Entwicklung, dass die Qualitätsspirale stetig nach oben, die Preisspirale aber weiter nach unten gehe, beobachteten jedoch viele Winzer mit Sorge.

Kellermeister Wolfgang Schupp bezeichnete den Herbst 2009 als "einen zum Anbinden". Den krönenden Abschluss bildete am 19. Dezember 2009 ein Ruländer Eiswein mit 212 Grad Öchsle. Die jungen Weißweine präsentierten sich frisch und lebendig und die roten kräftig mit feiner Fruchtkomponente.

Wahlen: Der Vorstandsvorsitzende Friedrich Schill sowie die Aufsichtsräte Fridolin Baumgartner und Kilian Schneider wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Ehrungen: Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue geehrt. Vor 25 Jahren traten Margita Vogel, Anita Dürr, Siegfried Zähringer, Andreas Gut, Evelyn Scherzinger, Emil Schneider und Christoph Wörner der Winzergenossenschaft Oberbergen bei. Bereits auf 40 Jahre Mitgliedschaft blicken Gerhard Gut, Leopold Keller und Elisabeth Bröker zurück. Edmund Stocker und Erich Vogel halten der Genossenschaft sogar schon seit 50 Jahren die Treue.


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